"Ich wollte unbedingt wieder arbeiten"

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Peter G. hat nur mehr ein Sehvermögen von fünf Prozent. „Es kann sich nur verschlechtern, aber nicht verbessern“, erzählt uns der 39-Jährige, der durch eine Rhesus-Unverträglichkeit bei der Geburt auch mit motorischen Einschränkungen zu kämpfen hat. „In der Schule wurde ich oft verspottet. Ich bin schlecht mitgekommen, weil ich vieles nicht sehen konnte. Das tat weh.“

Doch Herr G. lässt sich nicht unterkriegen und schließt erfolgreich eine Ausbildung ab. Als er sich mit 25 Jahren in der mobilen Pflege selbstständig macht, werden seine Augen plötzlich schlechter. Er darf nicht mehr Auto fahren und wird arbeitslos. Ein harter Schlag für den jungen Mann: „Ich wollte unbedingt wieder arbeiten!“

Peter G. sitzt an einem Tisch mit einer elektronischen Lupe.
Peter G. sitzt an einem Tisch mit einer elektronischen Lupe.

Herr G. beschließt, nach Wien zu ziehen. Durch die gute öffentliche Anbindung ist er in der Stadt mobiler als auf dem Dorf. In der Hauptstadt angekommen, kontaktiert er die Hilfsgemeinschaft. Um Hilfe zu bitten, fällt ihm schwer. Heute ist er sehr dankbar, dass wir immer für ihn da sind. „Die Hilfsgemeinschaft unterstützt mich bei allem, was ich brauche“, sagt Herr G., dem wir halfen, den Behindertenpass und Pflegegeld für seine krankheitsbedingten Mehrausgaben zu beantragen. „Ich werde immer freundlich und zuvorkommend behandelt und habe durch die tollen Veranstaltungen neue Freunde gefunden.“

Endlich wieder Arbeit!
Vor kurzem hat es dann auch endlich mit einem Job geklappt: Peter G. arbeitet als Portier in einer Schule. Er kümmert sich zum Beispiel um die Heizung und verteilt die Post. „Die Kollegen sind sehr nett und nehmen Rücksicht, alles wird für mich extra groß geschrieben“, freut er sich riesig, dass er wieder arbeiten kann. „Ohne die Hilfsgemeinschaft könnte ich nicht das Leben führen, das ich jetzt habe!”, sagt er dankbar.