Geschichte der Hilfsgemeinschaft

Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs wurde bereits 1935 gegründet und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Von Übersiedlungen über verschiedene Initiativen bis hin zur Digitalisierung ist in all den Jahren vieles passiert. Auf dieser Seite möchten wir Sie über die wichtigsten Meilensteine unserer Geschichte informieren.

2015-Heute

  • 2020: ab 23. Juni wieder Normalbetrieb, alle Arbeitsplätze konnten erhalten werden
  • 2020: März, April, Mai, Juni - Lockdown wegen COVID-19 Pandemie, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit
  • 2020: Februar - Zero Project Conference, Besuch einer jordanischen Delegation im Beratungszentrum
  • 2019: September - Frauenkonferenz beim Österreichischen Behindertenrat, die Hilfsgemeinschaft lädt zum Abendprogramm
  • 2019: Oktober - Mobilitätstag mit Vortragenden von Wiener Linien, ÖBB und DBB im Beratungszentrum
  • 2019: April - Die Hilfsgemeinschaft organisiert gemeinsam mit dem Außenwirtschafts Center Tel Aviv und der Wiener Wirtschaftskammer eine Reise nach Israel. Elmar Fürst und Klaus Höckner begleiten die Delegation österreichischer Unternehmen. 
  • 2019: Im April ist die Hilfsgemeinschaft aus dem Komitee für Mobilität sehbeeinträchtigter Menschen Österreichs (KMS) ausgetreten.
  • 2017: Im Juni wird der Standort Alserbachstraße geschlossen. Es wird ein neuer Standort in der Greiseneckergasse 5 barrierefrei umgebaut und im Herbst 2017 eröffnet.
  • 2017: Im April wird Klaus Höckner, stellvertretender Vorsitzender der Hilfsgemeinschaft, Vizepräsident bei der OCG.
  • 2016: Im Oktober geht die Hilfsgemeinschaft eine Kooperation mit der Hörbücherei des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreich ein. Mitglieder der Hilfsgemeinschaft können ab sofort kostenlos die Hörbücherei nutzen. Damit erweitert die Hilfsgemeinschaft ihr Hörbücher-Angebot schlagartig auf 14.000 sofort zur Verfügung stehende Titel.
  • 2016: Im Mai findet die 70. Generalversammlung statt. Mit Mehrheitsbeschluss wurde eine Statutenänderung vorgenommen, die vorsieht, dass der Verein von zwei Vorständen geleitet wird. Ein Aufsichtsratsgremium aus hochrangigen Expertinnen und Experten übernimmt die Kontrollfunktion. Die Hilfsgemeinschaft wird von Prof. Dr. Elmar Fürst und Mag. Klaus Höckner als Vorstände geführt.
  • 2016: Mag. Klaus Höckner wird Geschäftsführer der Hilfsgemeinschaft.

2011-2015

  • 2015: Dr. Elmar Fürst übernimmt ab 1. Jänner 2015 den Vorstandsvorsitz. Die Hilfsgemeinschaft feiert ihr 80-Jahre-Jubiläum. Im Februar übersiedelt die Audiothek (Hörbücherei) an den Standort Alserbachstraße 18 in Wien-Alsergrund.
  • 2014: Im Jänner wird die Schließung des Seniorenwohnhauses Harmonie vom Vorstand mit Ende Dezember beschlossen. Ab Mai bietet die Hilfsgemeinschaft innovative iPad-Kurse für sehbeeinträchtigte Senioren an. Ab dem Sommer werden regelmäßige Sprechstunden in St. Pölten und Horn angeboten. Ab November wird die Pflegeeinheit der Waldpension umgebaut und modernisiert, vier neue Einzelzimmer entstehen.
  • 2013: Die neue Webplattform www.augengesundheit.at der Hilfsgemeinschaft geht online. Ab November startet die Hilfsgemeinschaft mit einem mobilen Beratungsangebot im Nordburgenland.
  • 2012: Im Jänner stellen die Hilfsgemeinschaft und die Universität Linz den innovativen Webservice MathInBraille (www.mathinbraille.at) vor. Die Hilfsgemeinschaft beteiligt sich an der Initiative „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“, die vom Fundraising Verband Austria ins Leben gerufen wird. Im August stellt die Hilfsgemeinschaft ihre neue App „Augenvorsorge: Schau auf dich“ der Öffentlichkeit vor. Im Herbst werden die neue Veranstaltungsreihe „Literatur hören“ im Beratungszentrum sowie das Projekt Theater4all (www.theater4all.at) ins Leben gerufen.
  • Die Bank Austria präsentiert im Jänner als erster Finanzdienstleister in Österreich eine neue Bankkarte für visuell beeinträchtigte Menschen, die gemeinsam mit der Hilfsgemeinschaft entwickelt wurde. Bei der Generalversammlung im Mai wird Dr. Elmar Fürst als designierter Nachfolger des Vorstandsvorsitzenden Heinz Vogel vorgestellt und zu seinem Stellvertreter gewählt. Ebenfalls im Mai findet das erste iPhone-Treffen im Beratungszentrum der Hilfsgemeinschaft statt. 2011 Im November wird der 50. Geburtstag des Seniorenwohnheimes Waldpension begangen.

2001-2010

  • 2010: feiert die Hilfsgemeinschaft ihren 75. Geburtstag, u. a. mit einer Party am Wallensteinplatz und dem „Concert in the Dark“ im Wiener Konzerthaus. Im Oktober wird im Beratungszentrum der neue deutschsprachige Webservice RoboBraille (www.robobraille.at) präsentiert. Mitte Dezember erhält die Freizeitplattform der Hilfsgemeinschaft beim Gesundheitspreis der Stadt Wien den 3. Preis in der Kategorie Gesundheitsförderung/Prävention.
  • Auf Initiative junger Mitglieder wird 2009 die integrative Freizeitplattform der Hilfsgemeinschaft gegründet: Blinde, sehende und sehbehinderte Menschen verbringen gemeinsam mit Sport & Spaß ihre Freizeit.
  • 2009: wird die Kindergruppe „Sehsternchen“ für Kinder von 3 bis 12 Jahren ins Leben gerufen. Mit Sofie „Sehsternchen“, dem Maskottchen der Gruppe, erleben die Kleinen lustige und spannende Abenteuer.
  • 2009: Seit 1. Jänner sind Spenden an die Hilfsgemeinschaft steuerlich absetzbar.
  • 2008: Die Hilfsgemeinschaft veranstaltet zum ersten Mal die Spendenlotterie Augenstern.
  • 2006: wird Mag. Irene Vogel neue Geschäftsführerin der Hilfsgemeinschaft. Heinz Vogel ist weiterhin als ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender tätig.
  • 2006: präsentierte die Hilfsgemeinschaft beim ersten „Low-Vision-Info-Tag“ ihr neues Rehabilitationsangebot für sehbehinderte Menschen.
  • 2005: eröffnet Bundespräsident Dr. Heinz Fischer das neue barrierefreie Beratungszentrum in der Jägerstraße 36.
  • 2002: wird im Seniorenwohnhaus Harmonie die moderne Betreuungsstation „Sonnenblume“ eröffnet.
  • 2001: Die Hilfsgemeinschaft erhält als eine der ersten Organisationen in Österreich das Spendengütesiegel zuerkannt.

1961-2000

  • 1998: wird das neue Seniorenwohnhaus Waldpension von Bundesminister Mag. Karl Schlögl eröffnet.
  • 1995: Unterschriftenaktion zur Anerkennung des Blindenführhundes als gesetzliches Hilfsmittel und Diensthund; eine gemeinsame Aktion der Hilfsgemeinschaft mit dem Europäischen Verband zur Förderung von Mobilitätshilfen
  • 1983: Die Hilfsgemeinschaft zählt knapp 4.000 Mitglieder.
  • 1978: Vereinshaus Treustraße: Aufbau einer eigenen Hörbücherei, auf Kassetten gesprochene Bücher von Blinden und über Blinde sollen angeboten werden;
  • 1970: Änderung des Vereinstitels auf „Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs“.
  • 1961: Die ersten Bezirksgruppen der Hilfsgemeinschaft wurden in Wien und Umgebung ins Leben gerufen.

1935-1960

  • 1960: wird die Waldpension in Hochegg (NÖ) erworben und zum ersten österreichischen Seniorenheim für Blinde ausgebaut. Ein Jahr später beziehen die ersten Senioren in Hochegg ihr neues Zuhause.
  • 1959: übersiedelt die Hilfsgemeinschaft nach Wien-Brigittenau in die Treustraße 9.
  • 1956: erschien die erste Ausgabe der Monatszeitschrift „Unser Schaffen“. Das Heft hatte einen Umfang von 24 Seiten und erschien in einer Auflage von 4.000 Stück zum Preis von 3 Schilling 50.
  • 1956/57: gab es in allen Bundesländern Blindenbeihilfegesetze.
  • 1955: demonstrierten die Zivilblinden auf der Ringstraße für die Einführung eines Blindenpflegegeldes. Vertreter der Hilfsgemeinschaft hatten sich seit Jahren dafür eingesetzt. Bundeskanzler Julius Raab empfing eine Delegation der Demonstranten
  • 1951: wird die Harmonie in Unterdambach (NÖ) gegen Leibrente erworben und als Sommererholungsheim für Mitglieder der Hilfsgemeinschaft eingerichtet.
  • 1948: wird die Hilfsgemeinschaft wieder reaktiviert. Robert Vogel (1909 – 2001) wird zum Stellvertreter von Jakob Wald gewählt. Beginn der Vereins- und Geschäftstätigkeit in der Singrienergasse 19 in Wien-Meidling.
  • 1935: gründet der während seines Studiums erblindete Technikstudent Jakob Wald aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen von blinden Männern und Frauen in Österreich die „Hilfsgemeinschaft der später Erblindeten Österreichs”.