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Oper Graz: La Bohème von Giacomo Puccini

Vorstellung mit Live-Audiodeskription und Tastparcours auf der Glasbrücke

Sonntag, 20. Dezember 2026, 15:00 Uhr Veranstaltungen & Freizeit, Events, Kunst & Kultur

Dauer: 2 Stunden 15 MinutenOrt: Oper Graz, Kaiser-Josef-Platz 10Kosten: € 7 bis € 86

Info & Anmeldung: E-Mail: anna.semlitsch@oper-graz.com, Tel.: 0316 8008 1201

Hören, was andere Sehen

Vorstellungen mit Live-Audiodeskription und Tastparcours auf der Glasbrücke

Für unsere Gäste mit Sehbehinderung oder Blindheit, die eine Vorstellung in der Oper Graz erleben möchten, bieten wir auch in der Saison 2026/27 wieder zwei Vorstellungen mit Live-Audiodeskription an. Durch die Live-Einsprache via Kopfhörer wird das Geschehen auf der Bühne beschrieben, ohne den Musikgenuss zu stören. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, vor der Vorstellung einen Tastparcours (Beginn: jeweils 13 Uhr, Treffpunkt: beim Portier unter der Glasbrücke) zu besuchen, bei dem man spannende Bühnendetails zu dem bevorstehenden Stück erfährt. Perücken, Kostüme und Requisiten können dabei befühlt werden. Kolleg:innen aus den Abteilungen sind vor Ort und geben Auskunft über ihre Arbeit.

Anmeldungen für den Tastparcours bitte unter anna.semlitsch@oper-graz.com.

Assistenzhunde sind gerne gesehen und können ebenso nach vorheriger Anmeldungbei Anna Semlitsch an dem Parcours teilnehmen und im Anschluss ebenfalls in den Genuss der Vorstellung kommen.


La Bohème von Giacomo Puccini

Es wird bitterlich gefroren, heiß geliebt und dramatisch gestorben! Regisseur Tobias Ribitzki widmet sich nach Hoffmanns Erzählungen mit Giacomo Puccinis Meisterwerk La Bohème erneut einer Oper, die Künstlertum und Kunstschaffen in den Fokus stellt. Als eines der legendärsten Liebespaare überhaupt sind Ensemblemitglied Corina Koller (Mimì) und Pavel Petrov (Rodolfo) zu erleben. Am Pult ergründet Chefdirigent Vassilis Christopoulos Puccinis Lebensfreude, aber auch die tödliche Dramatik der Partitur.

Der Dichter Rodolfo lebt trotz ständiger Geldsorgen ganz für die Kunst. Als ihm die ebenfalls mittellose Mimì begegnet, entzündet sich in ihm eine Leidenschaft, aus der der Künstler seine Inspiration zieht. Aber mit der Geliebten bricht auch die harte Realität über den Dichter herein: Mimì ist todkrank. Die erbarmungslose Lebenswirklichkeit und das sorglose Dasein als Bohemien geraten in einen unlösbaren Konflikt.
Mit seiner vierten Oper setzte Puccini dem Künstlertum und der damit verbundenen Lebensart der Bohemiens ein weltberühmtes Denkmal. Der zum Zeitpunkt der Entstehung mittlerweile selbst wohlhabende Komponist fasste Henri Murgers Scènes de la vie de bohème in leidenschaftliche und anrührende Klänge, die zwischen intimem Kammerspiel und imposanten Massenszenen changieren. Regisseur Tobias Ribitzki deutet Puccinis Meisterwerk in sinnlichen Bildern als Reflexion über die Unbedingtheit des Künstlerdaseins und eine Liebe, die dagegen nicht anzukommen vermag.

Altersempfehlung: 12+