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Theater4all: „Komödie der Verführung" von Arthur Schnitzler

Vorstellung mit Audiodeskription von Arthur Schnitzler im Theater in der Josefstadt

Samstag, 26. September 2026, 19:30 Uhr Veranstaltungen & Freizeit, Events, Kunst & Kultur

Ort: Theater in der Josefstadt, Josefstädter Straße 26, 1080 WienKosten: 6 bis 63 € (Je nach Sitzplatz)

Info & Anmeldung:  theater4all@hilfsgemeinschaft.at oder mittels Online-Formular

„Komödie der Verführung" vonArthur Schnitzler einer Bearbeitung von Ildikó Gáspár

  • Bühne: Lili Izsák
  • Kostüm: Luca Szabados
  • Dramaturgie: Franziska Trinkaus
  • Komposition: Tamás Matkó
  • Video: András Juhász
  • Choreografie: Emese Cuhorka
  • Licht: Pepe Starman

Wien, Sommer 1914. Europa steht am Rande des Abgrunds, doch unverdrossen trifft sich die höhere Gesellschaft zum Feiern. Der Prinz von Perosa lädt zum Maskenball. In dessen Zentrum tanzen drei selbstbewusste Frauen: Die heiß umworbene Gräfin Aurelie beginnt just mit dem verwegenen Max von Reisenberg ein Verhältnis, das von vornherein unter keinem guten Stern steht. Denn dieser umwirbt auch die schöne Sängerin Judith, die wiederum in den Mann ihrer Schwester verliebt ist. Trotzdem lässt sich Judith auf Max ein, stellt aber klare Bedingungen  – eine Liebesnacht, nicht mehr. Auch Seraphine, eine aufstrebende Violinistin, hat eine Romanze mit Max. Aber als sie ein Kind von ihm erwartet, entschließt sie sich, dieses Kind allein großzuziehen und weist ihn zurück.

Die titelgebende Verführung ist jedoch mehr als ein erotisch-flüchtiges Spiel. Es geht um Freiheit und Verantwortung, um Täuschung und Selbsttäuschung und um die Frage, welche Konsequenzen man zu tragen bereit ist. Was als vermeintlich leichtes Spiel beginnt, in dem die Figuren ihr Leben selbst als Märchen inszenieren, offenbart sich im Angesicht des herannahenden Krieges als ein Tanz auf dem Vulkan.

In der Inszenierung der ungarischen Regisseurin Ildikó Gáspár werden musikalische Partien aus dem Operettenrepertoire eine besondere Rolle spielen. Sie ergründet die eskapistische Operettenseligkeit einer Gesellschaft, unter deren glitzernder Oberfläche die Risse einer ganzen Epoche hervortreten, einer Gesellschaft kurz vor ihrem moralischen und historischen Zusammenbruch. Schnitzlers selten gespieltes Stück, in dem Lebenshunger und Überdruss, Humor und Verzweiflung nebeneinanderstehen, zeichnet ein Bild, das erschreckend heutig scheint.

Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Hinweis: Im Theater in der Josefstadt ist kein Aufzug vorhanden. Daher sind nur Orchester- und Parkettplätze barrierefrei zugänglich, nicht aber die Ränge.