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Ein besonderer Besuch in Ljubljana

Persönlichkeiten

Heute berichtet unser Mitglied Harald von seinen Eindrücken bei der Bildungsreise nach Ljubljana. Außerdem teilt er ein wichtiges Anliegen.

In der Woche vom 20. bis 24. April durfte ich an der Bildungsreise mit der Hilfsgemeinschaft teilnehmen. Mein absoluter Höhepunkt war der Besuch beim Taubblindenverband Sloweniens (DLAN Ljubljana). Am Mittwoch, dem 22. April, wurden wir um 14 Uhr herzlich empfangen.

Ein Verein schafft Perspektiven

Wir erfuhren, dass der Verein vor rund 20 Jahren gegründet wurde, weil sich taubblinde Menschen sowohl beim Blinden- als auch beim Gehörlosenverband nicht ausreichend unterstützt fühlten. Häufig kommt es vor, dass gehörlose Menschen im Laufe ihres Lebens erblinden oder blinde Menschen später ihr Gehör verlieren. Viele Betroffene mussten ihre Berufe aufgeben, da sie diese mit ihren Einschränkungen nicht mehr ausüben konnten. Engagierte Gebärdensprachdolmetscher:innen gründeten schließlich den Verein, um diesen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen.

Rechtssicherheit als Vorbild für Europa

Besonders beeindruckt hat mich, dass die slowenische Regierung die Taubblindensprache in ihrer Verfassung anerkannt hat. Dadurch genießen taubblinde Menschen dort rechtliche Sicherheit. In der Europäischen Union fehlt eine solche einheitliche Regelung bislang.

Ich möchte daher dazu aufrufen, dieses Unrecht zu beseitigen und taubblinden Menschen in ganz Europa die notwendige Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Mit der Hoffnung auf eine positive Entwicklung bedankt sich

Harald Rother
Mitglied der Hilfsgemeinschaft

Förderung

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.