Sicherheit zuerst!

Freitag, 26. Juni 2020 - 8:04
Presse

Der moderne öffentliche Verkehr birgt Gefahrenquellen – besonders auch für blinde und sehbehinderte Verkehrsteilnehmer

Zwei tote Fußgänger durch Unfälle mit Straßenbahnen in Wien innerhalb von zwei Tagen! Diese Meldungen beunruhigen und verunsichern. Im öffentlichen Raum sind Fußgänger die verletzlichste Gruppe, dabei sind Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit besonders gefährdet.

Prof. Dr. Elmar Fürst, Vorstandsvorsitzender der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, appelliert an die Verantwortlichen:

„Wir nehmen diese tragischen Vorfälle zum Anlass, um auf die Bedürfnisse und Anforderungen blinder und sehbehinderter Menschen im Straßenverkehr hinzuweisen. Viele wollen und müssen selbstständig mobil sein, sich eigenständig fortbewegen und sind auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen. Im öffentlichen Raum besteht für diese Menschen eine Vielzahl an Gefahrenquellen, die durch sorgsame Planung und Einbeziehung der Interessenvertreter blinder und sehbehinderter Menschen minimiert werden können. Fast lautlos fahrende Fahrzeuge etwa sind höchst gefährlich, da sie in keiner Weise wahrgenommen werden können.

Wir weisen wieder einmal darauf hin, dass es unabdingbar ist, Menschen mit Behinderung von Beginn an in alle Planungen einzubeziehen, was schließlich allen Verkehrsteilnehmern zugutekommt. Wir müssen vermeiden, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kommen!“

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