ZeroProject - eine internationale Familie

Dienstag, 25. Februar 2020 - 14:10

Ein Tag auf der Zero Project Konferenz

Es ist 9 Uhr morgens und die Schlange beim Besuchereingang der UNO-City reicht bereits bis zur U-Bahn-Station. Es ist kein gewöhnlicher Tag. Heute beginnt hier zum 9. Mal die Zero Project Konferenz. Über 700 Menschen aus 80 unterschiedlichen Nationen treffen sich in Wien, um sich auf der internationalen Veranstaltung mit anderen Menschen auszutauschen.

Nachdem wir die Sicherheitskontrolle passiert haben und unseren Konferenzausweis geholt haben, ist es endlich soweit und wir sind inmitten der Konferenz. Wo man hinschaut, die Diversität ist überall zu sehen. Egal ob Menschen von jung bis alt, mit unterschiedlicher Hautfarbe, aus anderen Nationen, oder mit verschiedenen Beeinträchtigungen, es ist eine bunt gemischte Gruppe.

Die Eröffnung der Konferenz im großen Saal ist energiegeladen und motivierend. Moderatorin Caroline Casey bringt Schwung und Humor in die Konferenz. Die Reden von Zero Project Gründer Martin Essl, Gabriela Sellner, Aktivistin Marianne Knudsen und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka sind tiefgreifend und inspirierend.

“Wenn es Dinge gibt, die du tun willst, hoffe nicht auf Veränderung. Sei die Veränderung.“
“90 % der Kinder mit Beeinträchtigungen sehen niemals einen Klassenraum von innen.“

Jeder hat ein Recht auf Bildung

In den darauffolgenden Panels tauchen die Vortragenden mit den Zuhörern in den diesjährigen Themenschwerpunkt „Inklusive Bildung“ ein. Es wird eine bunte Palette an Themen, Initiativen, Konzepten und Ideen geboten. In einem Panel werden verschiedene Systeme zur Erlernung der Braille-Schrift vorgestellt, in einem anderen Panel diskutiert man ob Digitalisierung und damit verbundene assistive Technologien eine Chance sind und im nächsten Panel hat man die Möglichkeit inklusive Bildungskonzepte anderer Länder kennenzulernen.

3 Personen sitzen nebeneinander, die Person rechts spricht.
Klaus Höckner bei seinem Vortrag über Accessibility.

Egal welchen Vortrag man besucht, man merkt schnell, dass es keine Konferenz im klassischen Sinn ist. Keiner sieht den anderen als Konkurrent, ganz im Gegenteil, alle ziehen an einem Strang und wollen voneinander lernen. Es ist eine große Familie, die sich für NULL Barrieren auf der ganzen Welt einsetzt.

Wenn der Tag dann zu Ende geht, hat man so viel Inspirierendes, tolle Ideen und zahlreiche neue Kontakte mitgenommen und ist einfach nur dankbar, dass es auf der ganzen Welt Menschen gibt, die sich für Barrierefreiheit einsetzen und damit die Welt ein Stück besser machen.

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