Zeit mit Lucia

Donnerstag, 10. Januar 2019 - 14:48

Ein Blogbeitrag von: Margit Koupy

Wertvolle Begegnung beim Besuchsdienst

Mein Name ist Margit Koupy. Als freiwillige Mitarbeiterin der Blinden und Sehschwachen berichte ich von den Erfahrungen, die ich im Rahmen des Besuchsdienstes bei einem Mitlgied gemacht habe.

Wie so vieles in meinem Leben war mir auch diese Begegnung scheinbar bestimmt. Vor zwei Jahren haben mein Mann und ich im Oktober die Wiener Freiwilligenmesse im Rathaus besucht. Ich habe mich sofort beim Stand der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen wohlgefühlt und mich bei den Mitarbeiterinnen nach einer freiwilligen Tätigkeit erkundigt. Drei Wochen später war ich schon Teil des Freiwilligenteams. In meiner Einschulungsphase habe ich unter anderem gelernt, wie ich eine blinde Person führen und ihr den Sitzplatz anzeigen kann, das hat mir Sicherheit gegeben.

Erster Einsatz

Kurz darauf hat mich Freiwilligenkoordinatorin Fiona zu Lucia begleitet, einem stark sehbehinderten Mitglied der Hilfsgemeinschaft in der Nähe meines eigenen Wohnortes. Dort wurden die Besuchsdienst-Formalitäten geklärt und seitdem besuche ich sie regelmäßig. Wir treffen einander ungefähr alle zwei Wochen für zwei Stunden. Trotz ihrer 86 Jahre und der Sehschwäche ist sie voller Energie und wir können noch viel unternehmen. Wenn wir dann bei Kaffee und Kuchen sitzen geht uns der Gesprächsstoff nie aus! Wir haben beide ein Herz für Tiere und sind gerne in der Natur. Ich wünsche allen Freiwilligen, die einen Besuchsdienst machen, ein so harmonisches Verhältnis. Diese Besuche sind für mich eine Bereicherung!

Freundschaft

Ich würde sagen, mittlerweile ist aus dem Besuchsdienst eine Freundschaft geworden, beidseitig. Leider ändern sich gerade meine privaten Umstände und ich muss die freiwillige Tätigkeit bald aufgeben. Aber ich weiß, dass Lucia und ich in einem anderen Rahmen trotzdem in Kontakt bleiben werden, und das finde ich schön.

Zwei Seniorinnen stehen eng nebeneinander im Garten und lächeln in die Kamera.
Margit und Lucia schätzen einander sehr, Copyright: Evelyn Hahn