Wertvolle Kontakte

Donnerstag, 15. März 2018 - 15:55

Ein Blogbeitrag von: Fiona Groier

Sehbehinderte und blinde Menschen besuchen und Freude schenken

Für manche unserer blinden und sehbehinderten Mitglieder ist der Besuch einer freiwilligen Mitarbeiterin oder eines freiwilligen Mitarbeiters das, worauf sie sich im Alltag am meisten freuen. Dieser wertvolle Kontakt bedeutet für sie Unterstützung bei Tätigkeiten, die sie selbst nicht mehr schaffen, etwa wie das Vorlesen ihrer Post. Es kann aber auch der einzige Sozialkontakt sein, den sie (ausgenommen mit Ärzten) noch haben, plaudern wird als häufigster Wunsch an den Besuchsdienst angegeben.

Im Alter von rund 96 Jahren sind die meisten Menschen, die ich besucht habe, alles andere als müde oder gebrechlich. Oft haben sie viel zu erzählen, erinnern sich an die Kriegszeit und beschreiben wie danach ihr Leben neu aufgebaut werden musste. Die meisten Besuchsdienste vermittle ich für ältere Damen, die ihre Lebenspartner verloren haben – mit älter ist „90plus“ gemeint.

Die bekannten Strecken stellen kein Problem dar, einkaufen gehen ist ein fixer Bestandteil der Wochengestaltung. Leider wird die Ordnung der Produkte oft verändert oder die Preisschilder sind zu klein gedruckt, das stellt für diese Menschen ein Problem dar. Ich erinnere mich gut an einen meiner ersten Hausbesuche: Die Dame erzählte mir sie esse das was sie erwischt, sei es statt einer Dose Ravioli eine mit Champignons.

Ein Mitglied und ein Ehrenamtlicher lachen zusammen, Copyright: Franz Pfluegl.
Miteinander plaudern und lachen wird von unseren Mitgliedern geschätzt, Copyright: Franz Pfluegl.

Wenn ich eine passende Freiwillige bzw. einen Freiwilligen gefunden habe, gibt es zu dritt ein Kennenlernen beim Mitglied. Am schönsten ist es für mich wenn ich merke, dass die beiden bei der Besuchsdienstvermittlung sofort ins Gespräch kommen, lachen, und man spürt, die Harmonie stimmt. Ich höre dann oft ein paar Wochen später, dass aus dem Besuchsdienst bereits eine Freundschaft geworden ist.

Wollen auch Sie einen Besuchsdienst übernehmen? Wenn ja, wenden Sie sich bitte an Fiona Groier unter Tel. 01/ 330 35 35-38 oder per E-Mail. Wir freuen uns auf Sie!

Bild des Benutzers Doris Dolezal

Ich bin derzeit Gesundheitsbuddy des Wiener Hilfswerkes bei einer fast blinden, älteren Dame. Außerdem war mein verstorbener Mann von 1999 bis zu seinem Tod 2004 auf Grund von Diabetes fast blind und ich habe ihn bei der Bewältigung seines Alltages begleitet. Ich bin seit 2016 in Pension und wohne im 20. Bezirk. Ich habe zumindest 1x pro Woche Zeit, einen Menschen mit Sehbehinderung zu besuchen und ihn/sie im Alltag und/oder in der Freizeit kompetent zu unterstützen. Falls Sie mich kennenlernen wollen, kontaktieren Sie mich.

Bild des Benutzers Alexandra Schätz

Liebe Frau Dolezal! Vielen Dank für Ihr Angebot. Wir kommen sehr gerne darauf zurück. Ich habe Ihre Anfrage bereits an die zuständige Person weitergeleitet. Wir werden uns mit Ihnen in Verbindung setzen. Mit besten Grüßen

Bild des Benutzers Doris Dolezal

Ich bin derzeit Gesundheitsbuddy des Wiener Hilfswerkes bei einer fast blinden, älteren Dame. Außerdem war mein verstorbener Mann von 1999 bis zu seinem Tod 2004 auf Grund von Diabetes fast blind und ich habe ihn bei der Bewältigung seines Alltages begleitet. Ich bin seit 2016 in Pension und wohne im 20. Bezirk. Ich habe zumindest 1x pro Woche Zeit, einen Menschen mit Sehbehinderung zu besuchen und ihn/sie im Alltag und/oder in der Freizeit kompetent zu unterstützen. Falls Sie mich kennenlernen wollen, kontaktieren Sie mich.