Smartphones

Mittwoch, 3. April 2019 - 8:24

Ein Blogbeitrag von: Alexandra Schätz und Daniele Marano

Hilfsmittel für sehbeeinträchtigte Menschen

Viele der heutigen Smartphones erleichtern den Alltag sehbeeinträchtigter Menschen. Spezielle Apps sorgen für mehr Mobilität, helfen bei der Kommunikation oder verschaffen Zugang zu Informationen.

Bedienbarkeit

Obwohl die Anwendungen meist einfach und unkompliziert sind, scheuen manche die Auseinandersetzung mit modernen Handys. Die anfängliche Hürde scheint aus diversen Gründen oft zu groß zu sein.
Dabei sind bereits die klassischen Funktionen wie die Kontaktliste für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung leichter bedienbar und zugänglich. Dies veranlasste Daniele Marano - Experte für Barrierefreiheit und neue Technologien bei der Hilfsgemeinschaft - vor zehn Jahren sich ein Smartphone zu kaufen und sich mit den Anwendungen vertraut zu machen. Dieser Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Denn vor zehn Jahren kam das erste „barrierefreie“ Smartphone mit Sprachausgabe auf den Markt: das iPhone 3s mit VoiceOver.

Barrierefreie Touchscreens?

Barrierefreiheit bedeutet, dass spezielle Anwendungen, Webseiten und Computer so gestaltet sind, dass alle Menschen sie, unabhängig von ihrer Beeinträchtigung, bedienen können.
Mit Zoom und Sprachausgabe werden so Smartphones auch für sehbehinderte und blinde Menschen nutzbar. „Als ich mir mein erstes Smartphone kaufte, hatte ich noch kein Wissen über die Möglichkeiten und die zusätzlichen Anwendungen“, erzählt unser Mitarbeiter Daniele. „Es ging eher um klassische Anwendungen, die bei einem Handy mit Tasten nicht nutzbar waren. Beispielsweise konnte ich mit dem Zoom den Bildschirm vergrößern oder mir mittels VoiceOver die Kontaktliste vorlesen lassen. Da das Betriebssystem intuitiv aufgebaut und gut strukturiert ist, hat mir der Umstieg keine Schwierigkeiten bereitet.“

Viele Smartphones haben einige Funktionen von Hilfsmitteln übernommen. Jedes Smartphone verfügt sozusagen über eine elektronische Lupe. Vor einigen Jahren noch mussten man sich Hilfsmittel für die Navigation um viel Geld kaufg“. Heute gibt es diese Hilfsmittel verpackt in Apps, die man bereits ab € 20,- bekommen kann.

Entwicklung neuer Hilfsmittel

Durch neue Technologien verändert sich auch die Hilfsmittellandschaft. Diese fließen oft in etablierte Alltagsgegenstände ein und bieten so blinden Menschen eine Hilfestellung. Im Smartphone-Bereich gibt es bereits viele Apps für Mobilität und Navigation. So wurde das Smartphone zum Helfer des Alltags. Von den Vorteilen können alle Menschen profitieren.

Mitarbeiter zeigt einer Frau die Anwendungen bei einem Smartphone.
Daniele Marano gibt sein Wissen an Mitglieder weiter, Copyright: Franz Pfluegl