Kaja – Der Weg zum Blindenführhund

Freitag, 28. Februar 2020 - 9:19

Unsere Mitglieder sind das Herz der Hilfsgemeinschaft. Über 4.600 Menschen mit einer starken Sehbeeinträchtigung dürfen wir mit unseren Angeboten unterstützen. Hier am Blog wollen wir unsere Mitglieder vorstellen und ihre Geschichte erzählen.

Blind, na und?

Michele M. ist 41 Jahre alt, glücklich verheiratet, hat 2 Kinder und ist in Frühpension. Bereits seit 17 Jahren ist er Mitglied der Hilfsgemeinschaft und unterstützt uns auch als freiwilliger Helfer bei unseren Sensibilisierungsschulungen und Workshops.
Von Geburt an ist er auf einem Auge blind. Im Alter von 22 Jahren verschlechtert sich die Situation auch auf dem anderen Auge und 10 Jahre später ist Michele vollblind.
Der junge Mann lässt sich davon aber nicht aufhalten. Er nimmt Kontakt zur Hilfsgemeinschaft auf und nach einer individuellen Beratung, ein paar Tricks und Hilfsmittel später geht für ihn das Leben ganz normal weiter.

„Michele will alle Wege selbst bewältigen und ist dabei sehr mutig. Sein Stock ist seine Machete im Dschungel der Großstadt und mit dem kämpft er sich durch“, berichtet seine Frau.

Ein Traum geht in Erfüllung

Doch ein Thema konnte bislang noch nicht gelöst werden: Michele hat es früher genossen viel spazieren zu gehen und einfach durch die Stadt zu schlendern. Wenn er jetzt aber mit dem Blindenstock unterwegs ist, fordert das seine gesamte Konzentration und Aufmerksamkeit. Ein Blindenführhund könnte unterstützen.
Doch die Suche nach einem geeigneten Hund ist nicht einfach. Durch die Allergie der Tochter musste vor einigen Jahren der Hund weggegeben werden. Dementsprechend war die Freude bei der Familie groß, als sie erfuhren, dass es mit dem australischen Labradoodle eine hypoallergene, Blindenführhund-geeignete Rasse gibt.

Kaja hat sich Michele ausgesucht

Um einen geeigneten Blindenführhund zu bekommen, besuchte die Familie einen renommierten Züchter in Holland. Bei der Auswahl verließ sich Michele auf das Urteil des Züchters und des Trainers: Neugierde, ein gelassenes Gemüt und die Eigenschaft gerne mit Menschen zusammen zu sein sind essenziell. Der Hund und die Eltern müssen außerdem ein einwandfreies Gesundheitszeugnis vorweisen. Eine Portion Bauchgefühl gehört aber auch dazu: „Kaja ist gleich auf Michele zugekommen“, erinnert sich Micheles Frau.

Ein Mann hockt auf einem Rasen am Boden. Vor ihm sind mehrere kleine Hunde, die auf ihn zukommen.
Michele bei der Auswahl eines geeigneten Hundes, Copyright: Michele M.

Mittlerweile ist Kaja bei Michele in Wien angekommen und hat sich eingelebt.

Ein Kopf eines kleinen Hundes mit braunem Fell und geschlossenen Augen, der in eine Decke eingewickelt ist.
Kaja ist endlich angekommen, Copyright: Michele M.

Auf unserem Blog und unseren Social-Media-Kanälen halten wir euch weiter über die Geschichte von Kaja auf dem Laufenden. #Kaja