AccessibleEU Themenveranstaltung – Finanzielle Barrierefreiheit
Inclusive Museums 2030 – Accessible Culture for a Diverse Society
Mittwoch, 09. September 2026, 10:00 Uhr Veranstaltungen & Freizeit, Events, Kunst & Kultur
Dauer: 6 Stunden 30 MinutenOrt: Österreichische Nationalbank, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien und hybrid
Info & Anmeldung: Informationen zur Anmeldung folgen
Digitaler Euro und finanzielle Inklusion – Europas Weg zwischen Regulierung, Innovation und Verantwortung
Diese Veranstaltung bietet Banken, Zahlungsdienstleistern und FinTechs eine exklusive Plattform, um gesetzliche Anforderungen (EAA/BaFG), neue technologische Entwicklungen (digitaler Euro) und Praxiswissen zu inklusivem Banking in einem europäischen Rahmen zu verbinden. Sie bringt die Themen digitale Inklusion, Barrierefreiheit und Finanzinnovation auf einen gemeinsamen Tisch – aus Bankensicht, Regulatorsicht und Nutzersicht.
Banken werden eine einzigartige Gelegenheit geboten,
- direkt mit der OeNB und Accessibility-Expert:innen über den Stand der Arbeiten zum digitalen Euro zu diskutieren,
- konkrete Compliance- und Designanforderungen aus dem EAA / BaFG kennenzulernen,
- Praxisnahe Erkenntnisse über Barrieren und Bedürfnisse vulnerabler Kund:innen zu erhalten, und
- strategische Impulse für die eigene Produktentwicklung und CSR-Strategie zu gewinnen.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann das Finanzsystem inklusiv, sicher und wettbewerbsfähig gestaltet werden?
Warum Banken teilnehmen sollten
1. Frühzeitige Orientierung in einem neuen Regulierungsfeld
- Der European Accessibility Act (EAA) und das österreichische Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) sind ab 2025 verbindlich.
- Für Banken betrifft das: Online-Banking, mobile Apps, Geldautomaten, Filialterminals, Karten- und Zahlungsdienste.
- Wer jetzt handelt, kann sich frühzeitig rechtssicher und reputationsstark positionieren.
- Die Veranstaltung liefert konkrete Interpretationshilfen zur Umsetzung von EN 301 549 und Design for All-Standards (EN 17161).
2. Aktuelle Forschungsergebnisse zu Finanzieller Inklusion in Österreich
- Vorstellung der neuesten Ergebnisse der Arbeitsgruppe Finanzielle Inklusion der OeNB, insbesondere der Studie zu digitaler finanzieller Ausgrenzung in Österreich
Welche Barrieren erleben Senior:innen, Menschen mit Behinderungen oder Personen mit geringen digitalen Kompetenzen konkret beim Banking? Wie viele und welche Personengruppen sind in Österreich besonders von digitaler finanzieller Ausgrenzung betroffen? - Wie kann man mit Usability-Verbesserungen, physischer und kognitiver Zugänglichkeit, inklusiver Kommunikation Kundengruppen erreichen, die bisher kaum digital aktiv sind?
3. Wettbewerbsvorteil durch neue Kund:innen und Vertrauen
- Inklusive Finanzprodukte erschließen neue Marktsegmente (Senior:innen, Personen ohne Konto, Menschen mit Behinderungen, Migrant:innen etc.).
- Zugleich stärken sie die Markenwahrnehmung als sozial verantwortliches und innovationsorientiertes Institut.
- Studien zeigen: Barrierefreie Lösungen sind effizienter, sicherer und kundenfreundlicher – für alle.
4. Zugang zu „First-hand Insights“ aus der digitalen-Euro-Entwicklung
- Die Veranstaltung bietet direkten Einblick in die laufende Vorbereitungsphase zum digitalen Euro (inkl. Offline-Funktion, Kartenlösungen, Datenschutz).
- Bankenvertreter:innen erfahren mehr über die geplanten Pilotaktivitäten, Innovationspartnerschaften, wie sie sich aktiv einbringen und frühzeitig auf eine mögliche Einführung vorbereiten können.
- Es geht um Mitgestaltung statt späteres Nachziehen.
5. Vernetzung mit Schlüsselakteuren
- Austausch mit Expert:innen aus OeNB, FMA, Ministerien, Zero Project, Standardisierung (CEN/ETSI) und NGOs.
- Gelegenheit, Kooperationen zu Trainings-, Awareness- oder Produkt-Piloten zu knüpfen.
- Direkter Zugang zur europäischen AccessibleEU Knowledge Community on Financial Accessibility.
Programm
10:00 – 10:45 | Eröffnung & Policy-Rahmen
Begrüßung durch AccessibleEU & OeNB
Überblick: EAA & BaFG – Verpflichtungen ab 2025
Keynote: Der digitale Euro als öffentliches Gut (OeNB)
Warum relevant für Banken:
Frühzeitige Orientierung: Welche Bankbereiche (Apps, Terminals, Kommunikation) werden reguliert und wie lassen sich EAA-Pflichten strategisch erfüllen? Was ist der digitale Euro, Eigenschaften, Auswirkungen auf Banken, Projektzeitplan
10:45 – 11:45 | Forschung & Praxis: Wer ist heute ausgeschlossen?
Warum relevant für Banken:
Neue Kundengruppen verstehen: reale Barrieren, Betroffenheitsgrade und Chancen, um Produkte und Services inklusiver zu gestalten.
11:45 – 13:00 | Workshoprunde I: Accessible Banking in Practice
Drei parallele Themenräume:
- EAA-Compliance & Design – Umsetzung EN 301 549 in Bank-IT und UX
- Digitale Kompetenz & Vertrauen – Umgang mit Angst, Misstrauen, Überforderung
- Barrierefreie Innovation – Karten, Sprache, Haptik, Gebärdensprache
Warum relevant für Banken:
Praxiswissen: Welche Anforderungen sind zwingend, welche freiwillig – und welche bringen echten Mehrwert für Kund:innen und Marke?
13:00 – 13:45 | Networking Lunch & Accessibility Marketplace
Ausstellung barrierefreier Banktechnologien (Terminals, Karten, Voice Banking, Leichte Sprache) + Guided Tours
Warum relevant für Banken:
Inspiration: Erfolgreiche Lösungen anderer Institute sehen, Netzwerke mit Eurosystem und NGOs knüpfen.
13:45 – 15:15 | Workshoprunde II: Der digitale Euro in der Bankenpraxis
Input OeNB: Stand der Pilotierungen + Offline-Funktion, Innovationsplattform, Diskussionspanel, Finanzielle Inklusion durch digitalen Euro: Vom Datenschutz bis zur Vertrauensbildung (Ethik, EAA, Innovation) Publikumsdialog
Warum relevant für Banken:
Direkter Zugang zu Insider-Wissen: Vergütungsmodell, aktueller Entwicklungsstand des Piloten, Fortschritte bei der Innovationsplattform, Wie kann der digitale Euro zu Inklusion und Kundenbindung beitragen?
15:15 – 16:00 | Bildung & Awareness – Von der Regel zur Praxis
Fishbowl mit Vertreter:innen aus Banken, Bildung & Zivilgesellschaft: Wie kann Finanzbildung Inklusion fördern? Welche Partnerschaften braucht es für Train-the-Trainer-Modelle? Welcher Informations- und Kommunikationsbedarf besteht bei von Ausgrenzung bedrohten Zielgruppen?
Warum relevant für Banken:
Kundenbindung durch Vertrauen: Wie lassen sich digitale Barrieren durch Information und Schulung abbauen?
16:00 – 16:30 | Abschluss & Ausblick
Zusammenfassung der Ergebnisse und Präsentation der „10 Thesen für einen inklusiven Finanzsektor“
Einladung zum europäischen Financial Accessibility Working Circle
Warum relevant für Banken:
Sichtbarkeit & Mitgestaltung: Möglichkeit, an europäischen Richtlinien und Pilotprojekten aktiv mitzuwirken.
Inhalte mit besonderem Mehrwert für Banken
1. Regulatorische Sicherheit
- EAA/BaFG-Anforderungen praxisnah erklärt
- Interpretation der Norm EN 301 549 für Bank-Software, Terminals und mobile Apps
2. Neue Marktpotenziale
- Erkenntnisse zu „unbanked“ und „underbanked“ Gruppen in Österreich
- Strategien zur Erschließung dieser Kundensegmente durch einfache und vertrauenswürdige Zahlungslösungen
3. Innovationsvorsprung
- Einblick in Pilotaktivitäten zum digitalen Euro (Offline-Funktion, Inklusionsdesign)
- Best Practices aus anderen EU-Staaten (Frankreich, Niederlande, Dänemark, Schweden)
4. Reputationsgewinn
- Positionierung als „Inclusive Bank“ im Sinne von CSR und AccessibleEU
- Beitrag zu SDG 10 („Reduced Inequalities“) und ESG-Zielen
Erwartete Ergebnisse
- Gemeinsame Policy-Empfehlungen für EAA-konforme, inklusive Finanzdienstleistungen
- Aufbau eines AccessibleEU-„Financial Accessibility Working Circle“ mit Banken, Behörden, NGOs und Standardisierung
- Vorbereitung eines europaweiten Leitfadens „Inclusive Finance & Digital Euro Implementation“


