Tag der Verkehrskultur – Mobilitätsbewusstsein gemeinsam gestalten
Einführung des "Tags der Verkehrskultur in Österreich"
Mittwoch, 04. März 2026, 11:00 Uhr Veranstaltungen & Freizeit, Events, Kurse & Lernen
Dauer: 6 StundenOrt: Festsaal im Bundesamtsgebäude, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Info & Anmeldung:Online amelden
Vorläufiges Konzept für das österreichische Kick-off-Event
Einführung des "Tags der Verkehrskultur in Österreich"
Lernen aus den Erfahrungen in Ungarn
Diese Veranstaltung wird von der Accessible EU Initiative gemeinsam mit der ÖVG (Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft), der HGBS und dem BMIMI (Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) organisiert und ausgerichtet.
Der „Tag der Verkehrskultur“ in Ungarn („A Közlekedési Kultúra Napja“) ist eine landesweite Reihe von Bewusstseinstagen, die der Förderung eines sicheren, respektvollen und verantwortungsvollen Verhaltens im Straßenverkehr gewidmet sind. Ziel ist es, die Verkehrskultur aller Nutzer:innen der Verkehrsinfrastruktur zu verbessern – darunter Autofahrer:innen, Radfahrer:innen, Fußgänger:innen sowie Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs. Daher ist die Initiative auch besonders relevant für Menschen mit Behinderungen.
Der Kerngedanke des Tags der Verkehrskultur ist, dass Verkehr – und insbesondere Verkehrssicherheit – nicht nur von Infrastruktur und Vorschriften abhängt, sondern ebenso von Einstellungen, Kommunikation, Beteiligung, Fairness und gegenseitigem Respekt. Das Konzept der „Verkehrskultur“ umfasst Höflichkeit, Geduld, Regelbefolgung, Empathie gegenüber vulnerablen Verkehrsteilnehmer:innen sowie Umweltbewusstsein.
Wir laden Sie herzlich zu einem Kick-off-Event ein, bei dem wir uns in einem ersten Schritt mit dem ungarischen Ansatz, den gemachten Erfahrungen und ausgewählten erfolgreichen Projektbeispielen vertraut machen. In einem zweiten Schritt möchten wir gemeinsam reflektieren und diskutieren, wie dieses Konzept in Österreich umgesetzt werden kann: Welche Ziele sollen verfolgt werden, wer sollte eingebunden werden und welche Projekte könnten als Startpunkt und Grundlage für die kommenden Jahre initiiert werden.
Wir laden Sie ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, Ideen einzubringen, eine aktive Rolle zu übernehmen und Teil des ersten "Tags der Verkehrskultur in Österreich" zu werden.
1. Hintergrund und Ziele
Österreich und Ungarn stehen vor ähnlichen Mobilitätsherausforderungen: steigende Verkehrsdichte, gemischte Nutzung des öffentlichen Raums, zunehmender Rad- und Mikromobilitätsverkehr sowie die Notwendigkeit eines respektvollen Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer:innen. Aufbauend auf der erfolgreichen ungarischen Initiative „A Közlekedési Kultúra Napja“ verfolgt diese Veranstaltung das Ziel, das Konzept eines „Tags der Verkehrskultur“ in Österreich vorzustellen und die Grundlage für eine langfristige nationale Bewusstseinskampagne zu legen.
Zentrales Ziel der Veranstaltung ist der Wissenstransfer von ungarischen Organisator:innen zu österreichischen Akteur:innen. Durch die Präsentation bewährter Ansätze, organisatorischer Strukturen, Kommunikationsstrategien und gewonnener Erkenntnisse unterstützen die ungarischen Partner Österreich dabei, das Konzept an den eigenen kulturellen, institutionellen und rechtlichen Kontext anzupassen.
2. Zielgruppe
- Österreichische Verkehrsbehörden und Ministerien
- Organisationen für Verkehrssicherheit und NGOs
- Kommunale und regionale Mobilitätsplaner:innen
- Polizei und Rettungsdienste
- Betreiber:innen des öffentlichen Verkehrs
- Radfahr-, Fußgänger- und Verkehrsteilnehmerverbände
- Bildungs- und Forschungseinrichtungen
- Medien- und Kommunikationsexpert:innen
3. Schwerpunktthemen
- Verkehrskultur als gesellschaftliche und verhaltensbezogene Fragestellung
- Bildung und Prävention über Infrastruktur hinaus
- Kommunikation, Respekt und Empathie im Straßenverkehr
- Barrierefreiheit und Einbindung vulnerabler Verkehrsteilnehmer:innen (z. B. Menschen mit Behinderungen, Kinder)
- Sektorübergreifende Zusammenarbeit
- Vom eintägigen Event zu nachhaltiger Wirkung über das ganze Jahr
Ort: Festsaal im Bundesamtsgebäude, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
4. Programm
10:30 – 11:00 | Ankunft und Registrierung
Begrüßungskaffee und informelles Networking
11:00 – 11:20 | Eröffnung und Begrüßung
- Eröffnung durch eine hochrangige Vertreter:in des Bundesministeriums
- Begrüßungsworte durch die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs sowie die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft (ÖVG)
- Einführung in die Idee eines "Tags der Verkehrskultur in Österreich" und kurzer Überblick über die ungarische Initiative
11:20 – 12:00 | Keynote: Ungarisches Vorbild und Erfahrungen
„A Közlekedési Kultúra Napja – Origin, Implementation, Reception and Impact“
Keynote von Prof. Dr. János Tóth, Co-Chairman of KTE – the Hungarian Scientific Association of Transport
12:10 – 12:30 | Fragen & Plenardiskussion
Klärung zentraler Konzepte und erste Reflexionen der österreichischen Teilnehmenden
12:30 – 12:45 | Kaffeepause
12:45 – 13:15 | Podiumsdiskussion: Was macht Verkehrskultur erfolgreich?
Ungarische und österreichische Sprecher:innen diskutieren:
- Verhaltensänderung vs. Regelvollzug
- Rolle von Bildung, Medien und Storytelling
- Zusammenarbeit zwischen Behörden, Zivilgesellschaft und Wirtschaft
- Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen (Kinder, Menschen mit Behinderungen, Pendler:innen, Fachpublikum)
13:15 – 14:00 | Mittagspause & Networking
14:00 – 15:00 | Interaktive Workshops (Parallel-Sessions)
Teilnehmer:innen wählen einen Workshop:
- Workshop A: Education and Awareness
Schulprogramme, Jugendbeteiligung und langfristige Einstellungsänderung - Workshop B: Communication and Campaigning
Branding, Botschaften, Medienpartnerschaften und öffentliche Sichtbarkeit - Workshop C: Local and Regional Implementation
Wie Städte und Regionen mit eigenen Veranstaltungen beitragen können
Alle Workshops werden gemeinsam von ungarischen Expert:innen und österreichischen Moderator:innen geleitet.
15:00 – 15:15 | Kurze Pause
15:15 – 16:15 | Ergebnisse aus dem Plenum und Übertragung auf den österreichischen Kontext
- Präsentation der Workshop-Ergebnisse
- Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren für Österreich
- Diskussion notwendiger Anpassungen an den österreichischen Kontext
16:15 – 16:45 | Nächste Schritte und Roadmap
- Vorschlag für einen österreichischen „Tag der Verkehrskultur“
- Potenzielle Partner:innen und institutionelle Verankerung
- Zeitplan für Pilotaktivitäten und erste nationale Kampagne
16:45 – 17:00 | Abschluss
Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die weitere Zusammenarbeit
Diese Veranstaltung wird von der Accessible EU Initiative gemeinsam mit der ÖVG (Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft), der HGBS und dem BMIMI (Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) organisiert und ausgerichtet.



