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Wegweiser Freiwilligenarbeit: Das Freiwilligen-Erstgespräch

Helfen & Spenden

Ohne die vielen Freiwilligen und ehrenamtlich Engagierten würde in Österreich wohl vieles nicht funktionieren. Sie widmen uns die wichtigste Spende: ihre Lebenszeit. In der Blogreihe „Wegweiser Freiwilligenarbeit“ geben wir euch Einblicke in die Freiwilligenarbeit der Hilfsgemeinschaft, die viele unserer Angebote erst möglich macht. Diesmal erzählen wir, was euch vor Beginn eurer Freiwilligenarbeit erwartet: das Freiwilligen-Erstgespräch.

Am Anfang war das Erstgespräch. Wer sich bei uns engagieren möchte, den wollen wir zunächst einmal kennenlernen. Nachdem man also bei unseren Freiwilligenkoordinator:innen sein Interesse für die Freiwilligenarbeit kundgetan hat, wird man zu einem ersten Gespräch eingeladen. Hier werden verschiedene Fragen über uns, die Hilfsgemeinschaft, und über euch, die zukünftigen Freiwilligen geklärt. Wer sind wir überhaupt? Welche Erwartungen haben wir an unsere Freiwilligen? Was wünscht sich der oder die angehende Freiwillige von uns? Wo liegen die Interessen und Stärken?

Die Regeln

In dem Rahmen klären wir auch über die Rechte von Freiwilligen und die „Do’s“ and „Don’ts“ bei uns in der Hilfsgemeinschaft auf. Als Freiwillige:r darf man beispielsweise kein Geld von unseren Mitgliedern annehmen. Wir achten auch streng darauf, dass Freiwillige keine Reinigungs- oder Pflegearbeiten machen, wenn sie unsere Mitglieder besuchen. In erster Linie geht es nämlich ums Plaudern, den Austausch und um den Spaß. Wir legen euch außerdem unser Schulungsangebot für Freiwillige ans Herz, welches Einblicke in das Thema Blindheit und Sehbehinderung gibt. Unsere Freiwilligen sollen die Selbstbestimmtheit unserer blinden und sehbehinderten Mitglieder wahren und sie dort unterstützen, wo sie Hilfe in Anspruch nehmen wollen. In der Schulung erhält man einige praktische Tipps dafür.

Der Freiwilligenausweis

Damit man seine freiwillige Arbeit auch bei Bedarf nachweisen kann, gibt es den Freiwilligenpass, auch Freiwilligenausweis genannt. Den bekommt man bei uns gleich im Anschluss an das Kennenlerngespräch. Sowohl in analoger, als auch digitaler Form erhältlich, werden im Freiwilligenpass die freiwilligen Tätigkeiten festgehalten. Das kann nützlich für Jobbewerbungen sein, oder auch einfach Erinnerungen an das eigene freiwillige Engagement festhalten. Unabhängig davon haben wir aber auch eine Zeitliste, in der wir alle freiwillig gearbeiteten Stunden festhalten. Nach Wunsch schicken wir auch eine persönliche Zeitliste in Papierform oder als Word-/Exceldatei zu.

Eine Tätigkeit finden

Beim Freiwilligen-Erstgespräch bespricht man auch die gewünschte freiwillige Tätigkeit. Wir als Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs bieten je nach Interessen und Kompetenzen verschiedenste Formen der Freiwilligenarbeit. Folgende Fragen stellen sich daher: Wo liegen die Interessen? Welche Zeitressourcen hat der oder die angehende Freiwillige? Alle diese Fragen sind wichtig, um den künftigen Bereich der Freiwilligentätigkeit zu herauszufiltern. In folgenden Bereichen kann man sich engagieren:

  • Besuchsdienst
  • Begleitservice
  • Unterstützung bei Events und auf Messen
  • Leitung einer Freizeitgruppe
  • Bürotätigkeiten
  • Ampelpatenschaft (Die Ampelpatenschaft wird unterstützt aus Mitteln des Anerkennungsfonds für Freiwilliges Engagement beim Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz)

Fragen und Antworten

Es gibt eine Haftpflichtversicherung für eventuelle Schäden, die man während seiner Freiwilligentätigkeit verursacht. Sollte es zu Schäden kommen, sind diese so schnell wie möglich an die Koordinator:innen zu melden.

Gerade weil Augenerkrankungen in den späteren Lebensjahren auftreten, ist es nützlich, wenn man gut mit älteren Menschen kann. Was unsere Freiwilligen sonst noch mitbringen sollten: Freude an der Begegnung mit Menschen, Zeit, offenes Wesen und Verlässlichkeit.

Wieviel Zeit kann ich aufwenden? Welche Bereiche interessieren mich? Bin ich da eher an sozialem Austausch interessiert oder möchte ich lieber für mich alleine sein? Hab ich Lust eine Gruppe zu leiten?

Unsere Freiwilligen entscheiden selbst, wieviel Zeit sie schenken möchten. Zwischen einmal mithelfen bei einer Freiwilligenmesse und wöchentlichem Besuchsdienst ist also alles möglich. Lediglich beim Besuchs- und Begleitdienst werden längerfristig Engagierte bevorzugt, um ein Vertrauensverhältnis zwischen Mitglied und Freiwilligem herstellen zu können. Man darf seine Freiwilligentätigkeit aber jederzeit beenden.

Nein und als Freiwillige:r darf man auch keines nehmen. Das gilt auch für Geschenke, Legate oder Verlassenschaften. Dafür bekommt man aber die Fahrtkosten rückerstattet und mit dem Freiwilligenausweis kann man die zahlreichen Ermäßigungen für Freiwillige in Österreich in Anspruch nehmen. Anträge auf Fahrtkostenerstattung (z.B. in Form von Einzelfahrscheinen, Umweltstreifen, Parkscheinen, Kilometergeld) erhält man bei den Freiwilligenkoordinator:innen.

Einen Nachweis der Freiwilligentätigkeit und Vergünstigungen! Mehr dazu gibt es in einem unserer kommenden Artikel zu lesen.

Im nächsten Blogbeitrag könnt ihr mehr über die einzelnen Bereiche des Freiwilligen Engagements bei der Hilfsgemeinschaft erfahren. Auch aktuell aktive Freiwillige werden in den nächsten Wochen Einblick in ihre Tätigkeiten geben.

Haben wir euer Interesse für die Freiwilligenarbeit geweckt?

Eure Ansprechpersonen:

Alle Teammitglieder

Fiona Marschütz, MSc

Freiwilligenkoordination, Events, Messen

marschuetz@hilfsgemeinschaft.at
Telefon:01 330 35 45 37

Maximilian Reutterer

Leitung Freiwilligenkoordination, Events, Messen

maximilian.reutterer@hilfsgemeinschaft.at
Telefon:01 330 35 45 38

Natalie Özkan

Freiwilligenkoordination, Events, Messen

natalie.oezkan@hilfsgemeinschaft.at
Telefon:01 330 35 45 37