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Was ist ein Simultan-Schachturnier?

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Simultanschach: Wie funktioniert es, worauf kommt es an, und warum ist es für Spieler und Zuschauer so spannend?

Simultan-Schach einfach erklärt

Ein Simultan-Schachturnier ist eine Form des Schachspiels, bei der ein einzelner Spieler gleichzeitig gegen mehrere Gegner antritt. Diese spezielle Spielweise ist nicht nur eine mentale Herausforderung für den Simultanspieler, sondern auch eine spannende Gelegenheit für alle Teilnehmenden.

Ablauf eines Simultan-Schachturniers

  • Ein Spieler gegen viele
    Im Zentrum steht der sogenannte Simultanspieler – meist ein sehr erfahrener Schachspieler, (z.B. ein Großmeister oder Meister) ist. Ihm gegenüber sitzen mehrere Gegner, die jeweils eine Partie gegen ihn spielen.
  • Zug um Zug im Kreis
    Der Simultanspieler bewegt sich der Reihe nach von Brett zu Brett. An jedem Brett führt er einen Zug aus und geht weiter. Die Simultangegner warten, bis er an ihr Brett zurückkommt, um ihren Zug zu machen.
  • Bedenkzeit
    Oft gibt es keine Schachuhren für die einzelnen Partien. Die Bedenkzeit für die Gegner ergibt sich aus der Zeitspanne, die der Simultanspieler für eine komplette Runde benötigt. Der Simultanspieler muss seine Züge also sehr schnell und effizient ausführen, da er für alle Partien die gleiche "Gesamtzeit" hat.
  • Lernen vom Meister
    Für Amateure oder weniger erfahrene Spieler ist ein Simultanturnier eine einzigartige Gelegenheit, gegen einen deutlich stärkeren Spieler anzutreten und von dessen Spielweise zu lernen. Die längere Bedenkzeit und die Konzentration auf nur eine Partie im Vergleich zum Simultanspieler erhöhen die Chancen der Gegner.
  • Mentale Höchstleistung
    Der Simultanspieler muss nicht nur mehrere Partien gleichzeitig überblicken und im Kopf behalten, sondern auch schnell reagieren. Er muss die verschiedenen Stellungen und taktischen Möglichkeiten an jedem einzelnen Brett analysieren und die besten Züge finden, während er sich durch die Reihe der Bretter bewegt.

Simultan-Schachturnier der Wiener Schachrunde

Ein eindrucksvolles Beispiel dafür war das Simultan-Schachturnier der Wiener Schachrunde (WSR) am 26. Juni 2025. Mag. Kay Hansen (Nationaler Meister, ELO 2042) trat trotz Knieverletzung – teilweise auf Krücken und im Rollstuhl – gegen 20 Gegner gleichzeitig an. Die Atmosphäre war von konzentrierter Stille und spannungsgeladenen Momenten geprägt, während die Spieler ihr Bestes gaben, um den simultan spielenden Meister herauszufordern.

Fünf Spieler Spieler (Albert Unger, Arnold Gerold, Hartmut Kauzky, Michael Poeltl und Shantanu Dave) konnten ihre Partie gegen den Simultanspieler für sich entscheiden. Die übrigen Partien gewann Hansen.

Inklusions-Schachopen 2025

Vom 30. Juni bis 6. Juli 2025 fand in Wien zum dritten Mal das Inklusions-Schach-Open statt – eine gemeinsame Initiative des Blinden- und Sehbehindertenverbandes WNB und des Vereins Blickkontakt. Das Turnier fördert gezielt Vielfalt und Inklusion im Schachsport. Besonders beeindruckend war die starke Jugendbeteiligung: 16 junge Talente im Alter von 8 bis 18 Jahren traten an, darunter die jüngste Teilnehmerin aus dem Iran, die mit noch nicht einmal zehn Jahren den 48. Platz belegte.

Das hohe spielerische Niveau spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider. Den Turniersieg holte sich Großmeister Ilia Balinov mit 6,5 Punkten aus sieben Runden. Auf Platz zwei landete der 15-jährige Raphael Prober, gefolgt von GM Niki Stanec.

Lust auf Schach bekommen?

Die 48. Österreichische Blindenschach Meisterschaft des Österreichischen Blindenschachbundes findet vom 3. bis 12. Oktober 2025 in Mönichkirchen statt!

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