"Ich sehe gar nichts mehr"

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Durch einen Unfall ist Hans Z. seit 2008 komplett blind. „Wenn es einen ganz starken Wechsel zwischen Hell und Dunkel gibt, erahne ich einen kurzen Blitz. Sonst sehe ich gar nichts mehr.“ Der dreifache Familienvater lernte zunächst Molker und Käser, arbeitete dann im Handel und machte sich schließlich kurz vor seinem Unfall selbstständig. Von heute auf morgen konnte er nicht mehr arbeiten. „Es war eine ganz schwierige Zeit, zudem hatten wir noch drei kleine Kinder zu versorgen.“

Hans Z. gab nicht auf: Er kämpfte sich zurück in ein selbstständiges Leben. „Ich wohne in einem kleinen Bergdorf am Land und gehe jeden Tag spazieren. Mit dem Langstock funktioniert das sehr gut.“ Auch das Kochen lässt er sich nach wie vor nicht nehmen. „Zum Abmessen eignet sich zum Beispiel ein Becher. Man muss sich nur sehr viel merken. Einiges kann man auch hören. Etwa, wenn das Schnitzel fertig herausgebacken ist.“

Herr Z. ist sehr froh, vor vielen Jahren die Hilfsgemeinschaft kennengelernt zu haben. „Ich wurde sehr gut betreut. Die Hilfsgemeinschaft half mir, als blinder Mensch ein sinnerfülltes Leben zu führen.“ Da er viele, stark sehbehinderte und blinde Menschen in Kärnten kennt, die ebenfalls Hilfe, Unterstützung und Beratung brauchen, wurde er zum freiwilligen Mitarbeiter. Er organisiert Hilfsmittelausstellungen in Kärnten und berät telefonisch. „Für die Hilfsgemeinschaft zu arbeiten tut mir sehr gut! Ich rede gerne mit Menschen und freue mich, wenn ich ebenfalls Betroffenen helfen kann.“

Der blinde Hans Z. steht vor seinem Haus in Kärnten
Der blinde Hans Z. steht vor seinem Haus in Kärnten