Interview mit Nicola

Dienstag, 6. September 2016 - 12:07

Beatrice, Nicola und Valentin – diese drei jungen Menschen mit dem gewissen Extra sind die Namensgeber des außergewöhnlichen Cafés Beniva in Leoben. Eine der Namensgeberinnen, Nicola Wieser, hat für unseren Blog ein paar Fragen beantwortet und stellt sich unseren Leserinnen und Lesern vor.

Nicola, wie alt sind Sie und wo leben Sie?

Ich bin 22 Jahre alt. Ich lebe in Leoben. Leoben ist mein Zuhause. Mir gefällt die Stadt sehr gut besonders das LCS Shopping Center und der Radweg bei der Mur.

Erzählen Sie uns ein bißchen über sich: Was machen Sie gerne, was haben Sie für Hobbies? Gibt es etwas, das Sie gar nicht mögen?

Mein Hobby ist Lesen. Ich lese gerade das Buch „Ziemlich beste Freunde“ in leichter Sprache. Ich habe auch den Film gesehen. Ich lese auch jeden Tag die Zeitung. Ich kenne mich gut in Politik aus. Meine Eltern sprechen mit mir immer über Politik. Ich gehe wählen. Ich hoffe, dass es bald einen Bundespräsidenten gibt. Ich mag auch schwimmen. Und ich mag Musicals sehr. Bald werde ich „Ich war noch niemals in New York“ in Graz sehen. Das stimmt aber nicht, weil ich war schon einmal in New York.

Mein liebstes Hobby ist mein Labrador Cora. Ich gehe immer mit Cora spazieren und am Wochenende laufen wir.

Gar nicht mag ich streiten, lügen, zicken.

Sind Sie gerne in die Schule gegangen?

Ich bin sehr gerne in die Volksschule gegangen. Meine Lehrerin war so lieb. Besonders Deutsch mag ich immer. Das 1x1 habe ich auch gut gelernt. Die Hauptschule hat mir nicht so gut gefallen. Ich war in der I-Klasse. Es waren so viele Schüler. Es war sehr laut und anstrengend. Die Hauptschule war Stress.

Was machen Sie beruflich?

Ich arbeite als Kellnerin im Service im Café Beniva. Ich verwöhne meine Gäste mit Kuchen und Kaffee. Besonders mag ich die Seminargäste. Ich frage immer, wer Zöliakie hat oder Vegetarier ist. Der braucht ein anderes Essen. Da gebe ich in der Küche Bescheid.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am Besten?

Am besten gefällt mir die Zusammenarbeit mit meinen Freunden und mit meinen Chefinnen. Wir sind gute Kollegen. Wir haben viel Spaß und arbeiten gut zusammen. Wir helfen uns meistens.

Und was am wenigsten?

Am wenigsten mag ich den Biomüll raustragen und Küche zusammenräumen. Oder arbeiten wenn es so heiß ist. Dann möchte ich lieber schwimmen. Aber das muss auch sein.

Was wünschen Sie sich für Ihr Leben, für Ihre Zukunft, beruflich oder privat?

Ich wünsche mir weiter meinen lieben Freund Helmut und meine Arbeit. Ich werde bald in eine WG ziehen. Da wünsche ich mir viel Spaß. Ich möchte noch besser Klavier spielen. Und viel reisen. Ich liebe Urlaub.

Gibt es noch etwas, dass Sie uns sagen möchten?

Nichts. Danke!

Mehr Informationen zum Café Beniva: www.beniva.at

Das Café hat 2012 im Down Syndrom Zentrum „Leben Lachen Lernen“ in Leoben eröffnet. Wenn ich die Speisekarte lese, bekomme ich Hunger und würde mich am liebsten in den Zug setzen und für einen „Erdbeertraum“ nach Leoben fahren. Im Café werden saisonale Lebensmittel verwendet, alles wird selbst gekocht und keine Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker landen in den Töpfen.

Bild des Benutzers Alexandra Kleinheinz

Ein herrlicher Bericht, der wirklich Lust auf dieses Cafè macht. Wenn man sogar auf mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten aktiv angesprochen wird, finde ich das sehr aufmerksam. Ich stelle mir vor, dass ich mich als Gast dort sehr wohl fühlen würde und dass eine freundliche Atmosphäre herrscht... und Erdbeertraum klingt natürlich auch nicht gerade abschreckend ; )