30. Welttag der Fremdenführer

Freitag, 15. Februar 2019 -
13:00 Uhr bis 17:00
Uhr
Ort: 
Dom Museum/Stephanisaal, Stephansplatz 6/Stephansplatz 3, 1010 Wien.
Veranstaltungen & Freizeit

Gratis-Führungen und -Eintritt für blinde und sehbeeinträchtigte Besucherinnen und Besucher im Dom Museum Wien

Das 2017 neu eröffnete Dom Museum Wien ist einzigartig in seiner Kombination aus historischer Sakralkunst und zeitgenössischer Kunst aus der Sammlung Otto Mauer. Barrierefreie Kunstvermittlung hat hier einen hohen Stellenwert. Ganz neu entwickelt wurden Tastreliefs des berühmten Porträts Rudolf des Stifters und eines Ausschnitts seiner goldseidenen Grabhülle mit arabischen Schriftzügen.

Das Dom Museum Wien und der Verein der geprüften Wiener Fremdenführer laden blinde und sehbeeinträchtigte Besucherinnen und Besucher anlässlich des Welttages der Fremdenführer zu einem kostenlosen Rundgang durch das direkt am Wiener Stephansplatz gelegene Museum ein, das Erlebnisse für alle Sinne bietet. Bestaunen Sie die mittelalterlichen Domschätze und erfahren Sie in der Jahresausstellung „Zeig mir deine Wunde“, wie vielseitig und positiv ausgerichtet das Thema der Verletzlichkeit in alter und neuer Kunst umgesetzt wird. Einige Objekte der Ausstellung lassen sich haptisch erkunden.

Zusätzlich zu spannenden Taststationen gibt es wieder eine Lesestation mit Geschichten aus dem alten Wien und eine musikalische Station mit Instrumenten und Klangerlebnissen. Kinderführungen ab 12.30 Uhr möglich.

Der Eintritt in das Museum und die Führungen sind für unsere angemeldeten Gäste und Begleitpersonen kostenlos!

Info und Anmeldung: Ivana Djordjevic, Tel. 01 / 330 35 45 – 0, E-Mail.

Zusätzliche Informationen

Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:
Patricia Grabmayr Tel.0664/ 321 9828, E-Mail p.grabmayr[at]gmail[dot]com
Valerie Köllner Tel. 0664/ 542 4050, E-Mail v.koellner[at]a1[dot]net

Im Mittelpunkt unserer Führungen stehen drei Bereiche:

Der Domschatz von Sankt Stephan

Die kostbaren Leihgaben aus der Domkirche Sankt Stephan stammen aus dem Mittelalter. Sie stehen zum großen Teil in Zusammenhang mit dem Habsburger Herzog Rudolf dem Stifter. Im 14. Jahrhundert gründete er die Universität; er legte den Grundstein für den gotischen Ausbau des Stephansdoms und gilt als Vater der imperialen Habsburg-Hauptstadt. Sein Bildnis gilt als ältestes in Schrägansicht gemaltes Porträt des Abendlandes.

Objekte aus den Pfarren der Erzdiözese Wien

Die gotische Schreinmadonna stammt aus einer niederösterreichischen Pfarre und ist eines der wenigen erhaltenen Zeugnisse für einen beliebten Skulpturentyp des späten Mittelalters. Maria ist hier als thronende Muttergottes dargestellt. Wie ein Altar lässt sich ihr Mantel öffnen und sie wird zur Schutzmantelmadonna. Ihr Leib wiederum umfängt eine Darstellung der Dreifaltigkeit.

Die Jahresausstellung „Zeig mir deine Wunde“

Die Schau fragt nach der künstlerischen Darstellbarkeit von Verwundungen. Sie tut dies vor dem Hintergrund der christlichen Bildtradition und spannt dabei einen Bogen bis in die Kunst der Moderne und Gegenwart, wo Auseinandersetzungen mit Verwundungen sich auf ganz unterschiedliche Weise ausdrücken: etwa in Beschäftigung mit dem eigenen verletzlichen Künstlerkörper oder der Thematisierung gesellschaftlicher Phänomene wie Umweltzerstörung, Flucht und Krieg.

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