Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs ist im Dezember 2009 dem RoboBraille Konsortium beigetreten.
Sie wird im Rahmen eines von der Internet Privatstiftung Austria ipa geförderten Projekts die Implementierung und Betreuung des RoboBraille-Service in deutscher Sprache durchführen.
RoboBraille ist ein E-Mail-basierter Dienst mit dem man elektronische Dokumente in synthetische Sprache bzw. Daisy oder in Blindenkurzschrift übersetzen kann.
Der Service ist kostenlos für alle nicht-gewerblichen Nutzer, und man muss sich nicht registrieren.
Man verwendet die RoboBraille E-Mail Accounts indem man ein Dokument (z. B. Text-Datei, Worddokument, HTML-Seite) als E-Mailanhang sendet.
Die Übersetzung bzw. ein Link auf die Datei, welche die Übersetzung beinhaltet, wird binnen weniger Minuten per E-Mail zurückgesendet. Gesetzeskonform mit den Datenschutzrichtlinien werden die empfangenen Dateien nach der Konvertierung vom RoboBraille Server gelöscht.
RoboBraille soll ein universelles Problem lösen - elektronische Dokumente zugänglich machen, die sonst für Menschen mit Sehbehinderungen oder Lernschwierigkeiten unzugänglich sind.
Ursprünglich ein dänischer Dienst, wurde RoboBraille danach in Irland, Zypern, Italien, Portugal und Großbritannien im Rahmen eines paneuropäischen Konsortiums mit der Unterstützung von der Europäischen Kommission umgesetzt.
Seit 2004 in dänischer Sprache verfügbar, wurde die Unterstützung für Englisch, Italienisch, Portugiesisch und Griechisch im Jänner 2007 in den Dienst aufgenommen.
In Zusammenarbeit mit der dänischen Firma Sensus und dem Synscenter Refsnæs, beide aus Dänemark, wird nur von der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs dieser Dienst auch für deutschsprachige Nutzer verfügbar gemacht.
Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs
Jägerstrassse 36
1200 Wien
Österreich
Synscenter Refsnæs,
Kystvejen 112
4400 Kalundborg,
Denmark
Sensus ApS
Torvet 3-5, 2. t.v.
3400 Hillerød
Denmark
Jänner bis Oktober 2010:
Projektmanagement und Projektplanung
Februar bis März 2010:
Bedarfsanalyse und Studie mittels Befragungen der Zielgruppe sehbehinderter und blinder User und deren Anwendungsprofile
April 2010:
Identifizierung der Sprachsynthese, Festlegung der Brailleübersetzungsregeln
April bis Juni 2010:
Programmierung und Testung
Mai 2010:
Inbetriebnahme der RoboBraille.org-Webseite (deutscher Bereich)
September 2010:
Offizielle Präsentation von RoboBraille.
Oktober bis Dezember 2010:
Pressearbeit und Präsentation der Ergebnisse bei Fachmessen und Konferenzen
Seit Beginn des Projekts RoboBraille-Deutsch am 1. November 2009 konnten folgende Fortschritte erzielt werden:
„Habe Robobraille mit meinen Informatik-Schülerinnen getestet, hat super funktioniert (auch in Polnisch) - sie waren begeistert“ Irene Mühlbach
„Ich bin begeistert. Dieses Service ist einfach genial!
Ich habe die Audiokonvertierungsfunktion getestet. Klappt alles sehr gut.“
Natalie Binderhofer